Symbolische Icon-Illustration einer Zecke (Illustration, KI-generiert)

Anaplasmose beim Hund

Infektionskrankheit (durch Zecken)
Kategorie
Infektionskrankheit (durch Zecken)
Notfall
Nein, kein akuter Notfall
Betroffene Rassen
Keine bekannte Rassehäufung
Verwandtes ActiDog-Thema
Gelenke

Was ist das?

Die Anaplasmose, auch bekannt als granulozytäre Anaplasmose, ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit. Die Bakterien (Anaplasma phagocytophilum) befallen bestimmte weiße Blutkörperchen (Granulozyten) und können eine akute, fieberhafte Erkrankung auslösen.

Symptome

  • Hohes Fieber, oft schubweise
  • Apathie und allgemeine Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Gelenkschmerzen und Lahmheit (oft an wechselnden Gliedmaßen)
  • Muskelschmerzen und allgemeine Steifheit
  • Selten: Erbrechen, Durchfall, neurologische Symptome

Ursachen

Die Krankheit wird durch den Biss infizierter Zecken, in Mitteleuropa vor allem durch den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), übertragen. Die Bakterien werden von der Zecke nach einer Saugzeit von einigen Stunden bis zu einem Tag auf den Hund übertragen. Nicht jeder infizierte Hund zeigt Symptome, aber bei Ausbruch der Krankheit können die Anzeichen heftig sein.

Wann zum Tierarzt?

Wenn Ihr Hund nach einem möglichen Zeckenkontakt (auch wenn Sie keine Zecke gefunden haben) plötzlich hohes Fieber, starke Abgeschlagenheit und insbesondere Lahmheit oder Gelenkschmerzen zeigt, sollten Sie eine Tierarztpraxis aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen.

Behandlung

Die Behandlung der akuten Anaplasmose erfolgt mit einem geeigneten Antibiotikum über mehrere Wochen. Die meisten Hunde sprechen sehr schnell auf die Therapie an und das Fieber sowie die Schmerzen bessern sich oft innerhalb von 24-48 Stunden. Zusätzlich können bei Bedarf fiebersenkende oder schmerzlindernde Medikamente verabreicht werden.

Vorsorge

Der beste Schutz ist eine konsequente und ganzjährige Zeckenprophylaxe. Verwenden Sie nach tierärztlicher Beratung geeignete Präparate (z.B. Spot-ons, Kautabletten oder Halsbänder). Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang gründlich nach Zecken ab und entfernen Sie diese sofort, da die Übertragung der Erreger erst nach einigen Stunden beginnt.

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Häufige Fragen

Kann mein Hund mich mit Anaplasmose anstecken?

Nein, eine direkte Übertragung von Hund zu Mensch ist nicht bekannt. Menschen können sich jedoch ebenfalls durch den Biss einer infizierten Zecke mit Anaplasmose infizieren. Der kranke Hund stellt also keine direkte Gefahr dar, aber sein Fell kann Zecken beherbergen, die dann auf den Menschen übergehen können.

Bedeutet ein positiver Anaplasmose-Test, dass mein Hund krank ist?

Nicht unbedingt. Ein Bluttest kann Antikörper nachweisen, was bedeutet, dass der Hund irgendwann in seinem Leben Kontakt mit dem Erreger hatte. Eine Behandlung ist aber nur dann notwendig, wenn der Hund auch klinische Symptome der Krankheit zeigt und der Tierarzt eine aktive Infektion feststellt.

Kann die Krankheit chronisch werden?

In einigen Fällen können die Erreger im Körper verbleiben und zu einem späteren Zeitpunkt, oft in Stresssituationen oder bei einer Schwächung des Immunsystems, erneut zu Symptomen führen. Ob es echte chronische Verläufe mit dauerhaften Gelenkbeschwerden gibt, wird in der Fachwelt noch diskutiert.

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Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 28. August 2026.