Symbolische Icon-Illustration einer Zecke (Illustration, KI-generiert)

Ehrlichiose beim Hund

Infektionskrankheit (durch Zecken)
Kategorie
Infektionskrankheit (durch Zecken)
Notfall
Nein, kein akuter Notfall
Betroffene Rassen
Keine bekannte Rassehäufung
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Kein spezifisches Thema

Was ist das?

Die Ehrlichiose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die zu den sogenannten Mittelmeerkrankheiten zählt. Der Erreger, das Bakterium Ehrlichia canis, befällt und zerstört bestimmte weiße Blutkörperchen (Monozyten). Die Krankheit kann in einer akuten Phase direkt nach der Infektion und einer späteren, oft schwerer zu behandelnden chronischen Phase verlaufen.

Symptome

  • Hohes Fieber, Apathie und Schwäche (vor allem in der akuten Phase)
  • Appetitlosigkeit und fortschreitender Gewichtsverlust
  • Vergrößerung von Lymphknoten und Milz
  • Erhöhte Blutungsneigung, z.B. Nasenbluten oder kleine punktförmige Blutungen auf Haut und Schleimhäuten
  • Lahmheit oder neurologische Ausfälle wie Krampfanfälle
  • Entzündliche Veränderungen an den Augen

Ursachen

Verursacher ist das Bakterium Ehrlichia canis. Die Übertragung erfolgt durch den Stich der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), die vor allem in warmen Klimazonen wie dem Mittelmeerraum verbreitet ist, sich aber auch in Deutschland zunehmend etabliert. Die Infektion erfolgt meist erst, nachdem die Zecke bereits einige Stunden gesaugt hat.

Wann zum Tierarzt?

Bei unspezifischen Krankheitssymptomen wie Fieber und Mattigkeit, insbesondere nach einem Auslandsaufenthalt oder bekanntem Zeckenbefall, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden. Eine Blutuntersuchung kann die Diagnose sichern.

Behandlung

Die Therapie der Wahl ist eine mehrwöchige Antibiotikagabe. In der akuten Phase ist die Prognose bei rechtzeitiger Behandlung gut. In schweren Fällen mit starker Blutarmut oder Blutungen können unterstützende Maßnahmen wie Bluttransfusionen notwendig werden.

Vorsorge

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist ein ganzjähriger, wirksamer Schutz vor Zecken durch geeignete Präparate. Dies gilt insbesondere bei Reisen in bekannte Risikogebiete, aber auch innerhalb Deutschlands.

Häufige Fragen

Mein Hund war nie im Ausland, kann er trotzdem Ehrlichiose bekommen?

Ja, das Risiko besteht auch in Deutschland. Die Braune Hundezecke als Hauptüberträger wird durch den Klimawandel und Reiseverkehr auch hierzulande immer häufiger gefunden und kann in beheizten Umgebungen ganzjährig überleben. Eine konsequente Zeckenprophylaxe ist daher auch ohne Auslandsreisen essenziell.

Wie unterscheidet sich Ehrlichiose von Borreliose?

Beide werden durch Zecken übertragen, aber von unterschiedlichen Erregern und meist von unterschiedlichen Zeckenarten. Ehrlichiose verläuft häufiger mit ausgeprägten Blutbildveränderungen und ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, während Borreliose in ganz Mitteleuropa vorkommt.

Kann Ehrlichiose wiederkehren, nachdem sie behandelt wurde?

Ja, insbesondere wenn die Behandlung nicht früh genug begonnen wurde, kann die Erkrankung in eine schwerer zu behandelnde chronische Form übergehen oder nach scheinbarer Ausheilung erneut Symptome verursachen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen nach überstandener Erkrankung sind daher sinnvoll.

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Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 27. August 2026.