Gesäugetumor (Mammatumor) beim Hund

Krebs
Kategorie
Krebs
Notfall
Nein, kein akuter Notfall
Betroffene Rassen
Keine bekannte Rassehäufung
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Kein spezifisches Thema

Was ist das?

Gesäugetumoren (Mammatumoren) sind Wucherungen, die vom Drüsengewebe der Milchleiste (Gesäuge) ausgehen. Sie sind eine der häufigsten Tumorarten bei unkastrierten Hündinnen. Etwa die Hälfte dieser Tumoren ist gutartig (z.B. Adenome), die andere Hälfte ist bösartig (Karzinome) mit dem Potenzial, in andere Organe, vor allem die Lunge, zu streuen (metastasieren).

Symptome

  • Ein oder mehrere tastbare Knoten in oder unter der Haut im Bereich der Milchleiste.
  • Die Knoten können klein wie ein Reiskorn oder sehr groß sein.
  • Die Knoten können weich und verschieblich oder hart und mit der Unterlage verwachsen sein.
  • Manchmal sind die Tumoren geschwürig, bluten oder sind entzündet.
  • Ausfluss aus der Zitze.

Ursachen

Die Entstehung von Gesäugetumoren ist stark hormonabhängig. Das weibliche Geschlechtshormon Progesteron spielt eine entscheidende Rolle. Daher tritt die Erkrankung fast ausschließlich bei Hündinnen auf, sehr selten auch bei Rüden. Das Risiko steigt mit jeder Läufigkeit, die eine Hündin durchlebt.

Wann zum Tierarzt?

Tasten Sie die Milchleiste Ihrer Hündin regelmäßig ab. Wenn Sie einen Knoten entdecken, egal wie klein, sollten Sie ihn umgehend einem Tierarzt zeigen. Es ist unmöglich, von außen zu beurteilen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für die Prognose.

Behandlung

Die Behandlung der Wahl ist die chirurgische Entfernung des Tumors. Je nach Größe und Lage wird entweder nur der einzelne Tumor, die betroffene Mamille oder die gesamte Milchleiste auf einer Seite entfernt (Mastektomie). Das entfernte Gewebe wird immer zur histologischen Untersuchung eingeschickt, um festzustellen, ob der Tumor gut- oder bösartig war und ob er vollständig entfernt wurde. Bei bösartigen, aggressiven Tumoren kann eine anschließende Chemotherapie sinnvoll sein, um das Risiko einer Metastasierung zu verringern.

Vorsorge

Die wirksamste Vorbeugung ist die frühzeitige Kastration der Hündin. Eine Kastration vor der ersten Läufigkeit senkt das Risiko, an einem Gesäugetumor zu erkranken, auf unter 0,5%. Nach der ersten Läufigkeit steigt das Risiko bereits auf ca. 8%, nach der zweiten auf ca. 26%. Nach dem 2,5 Lebensjahr hat die Kastration kaum noch einen schützenden Effekt auf die Entstehung von Mammatumoren.

Häufige Fragen

Mein Hund hat einen kleinen Knoten am Gesäuge. Kann ich abwarten, ob er wächst?

Nein, das ist sehr riskant. Auch kleine Tumoren können bereits bösartig sein und streuen. Je kleiner der Tumor bei der Entfernung ist, desto besser sind die Heilungschancen. Warten Sie niemals ab, sondern lassen Sie jeden Knoten sofort untersuchen.

Sollte meine Hündin während der Operation auch gleich kastriert werden?

Wenn die Hündin noch nicht kastriert ist, wird dies oft empfohlen. Obwohl die Kastration zum Zeitpunkt der Tumorentfernung die Entstehung neuer Tumoren nicht mehr sicher verhindert, kann sie das Wachstum eventuell verbliebener hormonabhängiger Tumorzellen verlangsamen und verhindert natürlich andere Erkrankungen wie eine Gebärmutterentzündung.

Kann auch ein Rüde einen Gesäugetumor bekommen?

Ja, das ist zwar sehr selten, aber möglich. Gesäugetumoren bei Rüden sind fast immer bösartig und haben eine schlechtere Prognose als bei Hündinnen. Jeder Knoten an der Milchleiste eines Rüden muss daher als hochgradig verdächtig angesehen und sofort untersucht werden.

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Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 28. August 2026.