Hämangiosarkom beim Hund
Krebs- Kategorie
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- Nein, kein akuter Notfall
- Betroffene Rassen
- Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Labrador Retriever
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Was ist das?
Das Hämangiosarkom ist ein hochaggressiver, bösartiger Tumor, der von den Zellen ausgeht, die die Blutgefäße auskleiden (Endothelzellen). Da Blutgefäße überall im Körper sind, kann der Tumor überall entstehen, am häufigsten befällt er jedoch die Milz, das Herz (rechter Vorhof) und die Haut. Die Tumoren sind oft blutgefüllt und sehr brüchig, was zu plötzlichen, lebensbedrohlichen inneren Blutungen führen kann.
Symptome
- Die Symptome sind oft lange Zeit unspezifisch und vage: Lethargie, Schwäche, verminderte Ausdauer.
- Blasse Schleimhäute (Anämie).
- Dicker, aufgetriebener Bauch (durch einen Milztumor oder Blut im Bauchraum).
- Plötzlicher Kollaps, Schwächeanfall, Bewusstlosigkeit (bei einer Tumorruptur und innerer Blutung).
- Bei Hautform: ein rötlicher bis bläulicher Knoten auf der Haut.
Ursachen
Die genaue Ursache ist unbekannt. Es gibt eine sehr starke Rassedisposition, was auf eine genetische Grundlage schließen lässt. Bei der Hautform wird UV-Strahlung als ein auslösender Faktor bei Hunden mit heller Haut und dünnem Fell vermutet.
Wann zum Tierarzt?
Da die frühen Symptome so unspezifisch sind, wird der Tumor oft erst spät entdeckt. Bei wiederkehrenden Schwächeanfällen, blassen Schleimhäuten oder einem dicker werdenden Bauch sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Ein plötzlicher Kollaps ist ein absoluter Notfall, der eine sofortige Fahrt in die Tierklinik erfordert.
Behandlung
Die Diagnose wird oft durch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches oder Herzens gestellt. Die Behandlung der Wahl bei einem Milztumor ist die sofortige chirurgische Entfernung der gesamten Milz (Splenektomie), um die Gefahr des Verblutens zu bannen. Da das Hämangiosarkom jedoch extrem früh und aggressiv metastasiert (streut), ist eine anschließende Chemotherapie unerlässlich, um das Überleben zu verlängern. Die Behandlung sollte von einem onkologisch erfahrenen Tierarztteam geleitet werden.
Vorsorge
Für die inneren Formen des Hämangiosarkoms gibt es keine bekannte Prävention. Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen des Bauches bei älteren Hunden von Risikorassen können helfen, einen Milztumor frühzeitig zu entdecken, bevor er reißt. Für die Hautform kann das Vermeiden von starker Sonneneinstrahlung bei hellhäutigen Hunden das Risiko senken.
Betroffene Rassen
Diese Erkrankung tritt gehäuft bei bestimmten Rassen auf, darunter Deutscher Schäferhund, Golden Retriever und Labrador Retriever. Mehr zu rassetypischen Gesundheitsthemen finden Sie auf der jeweiligen Rassenseite.
Häufige Fragen
Mein Hund ist plötzlich kollabiert, war aber nach kurzer Zeit wieder fit. Soll ich trotzdem zum Tierarzt?
Ja, unbedingt und sofort! Solche Kollaps-Episoden können durch kleine Blutungen aus einem Milz- oder Herztumor verursacht werden. Der Körper kann die kleine Blutmenge zunächst kompensieren, aber die nächste Blutung kann massiv und tödlich sein. Dies ist ein Alarmsignal.
Ist jeder Tumor an der Milz ein Hämangiosarkom?
Nein. Ungefähr die Hälfte aller Milztumoren beim Hund sind gutartig (z.B. Hämatome oder gutartige Wucherungen). Die andere Hälfte ist bösartig, wobei das Hämangiosarkom der häufigste bösartige Milztumor ist. Eine definitive Diagnose ist erst durch die Untersuchung der entfernten Milz möglich.
Wie ist die Prognose bei einem Hämangiosarkom?
Leider ist die Prognose bei den viszeralen Formen (Milz, Herz) auch mit der besten Behandlung vorsichtig. Es handelt sich um einen der aggressivsten Tumoren beim Hund. Die Therapie zielt darauf ab, die Lebensqualität zu erhalten und die Lebenszeit bei gutem Befinden zu verlängern. Die Hautform hat, wenn sie früh erkannt wird, eine bessere Prognose.
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Jetzt Analyse startenDiese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 28. August 2026.