Hakenwürmer beim Hund
Parasiten- Kategorie
- Parasiten
- Notfall
- Nein, kein akuter Notfall
- Betroffene Rassen
- Keine bekannte Rassehäufung
- Verwandtes ActiDog-Thema
- Verdauung
Was ist das?
Hakenwürmer (z.B. Uncinaria stenocephala) sind kleine, blutsaugende Parasiten, die im Dünndarm des Hundes leben. Mit ihren hakenförmigen Mundwerkzeugen beißen sie sich in der Darmschleimhaut fest und ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Ein starker Befall kann, insbesondere bei Welpen, zu erheblichem Blutverlust und schwerer Anämie führen.
Symptome
- Bei starkem Befall: Blutarmut (Anämie) mit blassen Schleimhäuten, Schwäche
- Blutiger oder dunkler, teerartiger Durchfall
- Gewichtsverlust und Abmagerung
- Stumpfes Fell, Wachstumsstörungen bei Welpen
- Hautreizungen und Entzündungen an den Pfoten (durch eindringende Larven)
Ursachen
Hunde können sich auf verschiedene Weisen anstecken: durch das Verschlucken von Larven aus der Umwelt, durch das Fressen infizierter Beutetiere oder indem die Larven aktiv durch die Haut (meist an den Pfoten) in den Körper eindringen. Welpen können sich auch über die Muttermilch infizieren.
Wann zum Tierarzt?
Suchen Sie eine Tierarztpraxis auf, wenn Ihr Hund, insbesondere ein Welpe, blutigen oder schwarzen Durchfall, blasse Schleimhäute und zunehmende Schwäche zeigt. Dies kann ein Hinweis auf eine schwere, durch Hakenwürmer verursachte Anämie sein und erfordert schnelles Handeln.
Behandlung
Ein Hakenwurmbefall wird mit geeigneten Wurmkuren (Anthelminthika) behandelt. Da die Würmer erheblichen Blutverlust verursachen können, sind bei schwerer Anämie unterstützende Maßnahmen wie Infusionen oder in sehr ernsten Fällen sogar Bluttransfusionen notwendig. Die Behandlung muss oft wiederholt werden, um auch nachwandernde Larven zu erfassen.
Vorsorge
Regelmäßige Entwurmungen oder Kotuntersuchungen gemäß tierärztlicher Empfehlung sind entscheidend. Das sofortige Entfernen von Hundekot aus der Umgebung (Garten, Park) reduziert die Kontamination des Bodens mit Larven. In Zwingern oder auf Ausläufen ist die Hygiene besonders wichtig, um einen Infektionszyklus zu durchbrechen.
Zusammenhang mit ActiDog-Vorsorge
Das Thema Verdauung kann hier eine Rolle spielen - in der ActiDog-Vorsorge gibt es mit ActiDog Gut ein passendes Produkt zur begleitenden Vorsorge - ersetzt aber keine tierärztliche Behandlung. Unsere Rezeptur kombiniert Inulin/FOS, Flohsamenschalen als Ballaststoffe und ein Multi-Stamm-Probiotikum mit mindestens drei Bakterienstämmen - bewusst auf regelmäßige, häufigere Gabe ausgelegt, weil lebende Kulturen eine kontinuierliche Zufuhr zur Kolonisierung der Darmflora brauchen.
Auch bei der Wahl des Futters kann dieses Thema eine Rolle spielen - hier finden Sie Handelsfutter mit Verdauungs-relevanten Inhaltsstoffen.
Häufige Fragen
Können Hakenwürmer auf den Menschen übertragen werden?
Ja, die Larven von Hakenwürmern können auch die menschliche Haut durchdringen. Sie können sich im Menschen zwar nicht zum erwachsenen Wurm weiterentwickeln, aber ihre Wanderung in der Haut verursacht juckende, entzündliche Hautveränderungen (kutane Larva migrans). Eine gute Hygiene und das Aufsammeln von Hundekot sind wichtige Schutzmaßnahmen.
Mein Hund lebt nur in der Wohnung. Kann er trotzdem Hakenwürmer bekommen?
Das Risiko ist deutlich geringer, aber nicht null. Larven können beispielsweise an Schuhen in die Wohnung getragen werden. Wenn die Mutterhündin infiziert war, kann ein Welpe die Infektion bereits mit ins neue Zuhause bringen. Regelmäßige Kotuntersuchungen sind auch bei reinen Wohnungshunden sinnvoll.
Warum ist der Kot bei Hakenwurmbefall manchmal schwarz?
Hakenwürmer saugen Blut direkt aus der Darmwand. Dieses Blut wird im Darm verdaut, wodurch der Kot eine schwarze, teerartige Farbe und Konsistenz annehmen kann. Dies ist ein ernstes Zeichen für eine Blutung im vorderen Magen-Darm-Trakt und sollte immer tierärztlich abgeklärt werden.
Möchten Sie eine individuelle Vorsorge-Einschätzung für Ihren Hund?
Jetzt Analyse startenDiese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 28. August 2026.