Harnsteine (Urolithiasis) beim Hund
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- Betroffene Rassen
- Dalmatiner, Zwergschnauzer, Bichon Frisé, Shih Tzu
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Was ist das?
Harnsteine (oder Harnkristalle als Vorstufe) sind feste Gebilde aus auskristallisierten Mineralien, die sich in den Harnwegen (Nieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre) bilden können. Je nach Zusammensetzung unterscheidet man verschiedene Steinarten (z.B. Struvit, Kalziumoxalat). Sie können die Blasenschleimhaut reizen, zu Entzündungen führen und im schlimmsten Fall die Harnröhre blockieren.
Symptome
- Häufiger Harndrang mit Absetzen kleiner Mengen
- Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Urinieren
- Blut im Urin (Hämaturie)
- Vermehrtes Lecken am Genitalbereich
- Bei Harnröhrenverschluss: Unfähigkeit, Urin abzusetzen (Notfall!)
Ursachen
Die Bildung von Harnsteinen ist ein komplexer Prozess, der von vielen Faktoren abhängt: pH-Wert des Urins, Mineralstoffgehalt des Futters, Trinkmenge, genetische Veranlagung (z.B. Dalmatiner für Uratsteine) und wiederkehrende Harnwegsinfektionen (besonders bei Struvitsteinen).
Wann zum Tierarzt?
Bei jedem Anzeichen von Problemen beim Urinabsatz sollten Sie zum Tierarzt. Wenn Ihr Hund (insbesondere ein Rüde) presst und kein oder nur tröpfchenweise Urin kommt, ist dies ein absoluter Notfall! Ein vollständiger Harnröhrenverschluss kann innerhalb von 24-48 Stunden zum Tod führen.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Art, Größe und Lage der Steine ab. Bestimmte Steinarten (Struvit) können oft durch eine spezielle Diät und die Behandlung der Harnwegsinfektion aufgelöst werden. Andere Steinarten (Kalziumoxalat) müssen chirurgisch oder mittels anderer Verfahren entfernt werden. Die Vorbeugung von Rückfällen durch eine angepasste Diät und die Erhöhung der Wasseraufnahme ist entscheidend.
Vorsorge
Die Prophylaxe richtet sich nach der Steinart. Generell gilt: Fördern Sie eine hohe Wasseraufnahme, um den Urin zu verdünnen. Vermeiden Sie Übergewicht. Bei bekannter Veranlagung ist eine spezielle diätetische Fütterung nach tierärztlicher Anweisung der wichtigste Baustein der Vorbeugung.
Betroffene Rassen
Diese Erkrankung tritt gehäuft bei bestimmten Rassen auf, darunter Dalmatiner, Zwergschnauzer, Bichon Frisé und Shih Tzu. Mehr zu rassetypischen Gesundheitsthemen finden Sie auf der jeweiligen Rassenseite.
Häufige Fragen
Warum sind Rüden bei einem Harnröhrenverschluss besonders gefährdet?
Rüden haben eine längere und engere Harnröhre als Hündinnen, insbesondere im Bereich des Penisknochens. Kleine Steine, die eine Hündin problemlos ausscheiden würde, können bei einem Rüden stecken bleiben und einen lebensbedrohlichen Verschluss verursachen.
Muss mein Hund für immer ein Spezialfutter fressen?
In den meisten Fällen ja. Um das Wiederauftreten von Harnsteinen zu verhindern, ist eine lebenslange diätetische Prophylaxe unerlässlich. Das Spezialfutter beeinflusst den pH-Wert des Urins und hat einen angepassten Mineralstoffgehalt, um eine erneute Kristallbildung zu verhindern.
Wie kann ich meinen Hund dazu bringen, mehr zu trinken?
Mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Orten aufstellen, Nassfutter statt Trockenfutter füttern, dem Futter oder Wasser etwas Geschmack (z.B. ungewürzte Hühnerbrühe) hinzufügen oder einen Trinkbrunnen anbieten. Eine hohe Flüssigkeitsaufnahme verdünnt den Urin und spült die Blase.
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Jetzt Analyse startenDiese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 28. August 2026.