Herzwurmerkrankung (Dirofilariose) beim Hund

Parasiten
Kategorie
Parasiten
Notfall
Nein, kein akuter Notfall
Betroffene Rassen
Keine bekannte Rassehäufung
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Was ist das?

Die Herzwurmerkrankung ist eine schwere und potenziell tödliche Parasitose, die durch den Fadenwurm Dirofilaria immitis verursacht wird. Die erwachsenen, bis zu 30 cm langen Würmer siedeln sich in den Lungenarterien und der rechten Herzkammer an. Dort führen sie zu schweren Schäden an Herz, Lunge und Blutgefäßen. Die Krankheit wird durch Stechmücken übertragen.

Symptome

  • Anfangs oft symptomlos
  • Chronischer, trockener Husten
  • Leistungsschwäche und schnelle Ermüdung
  • Atemnot, besonders nach Anstrengung
  • Gewichtsverlust
  • In fortgeschrittenen Stadien: Flüssigkeitsansammlungen im Bauch (Aszites), Ohnmachtsanfälle, Herzversagen

Ursachen

Die Übertragung erfolgt ausschließlich durch den Stich einer infizierten Stechmücke. Die Mücke nimmt beim Blutsaugen an einem infizierten Hund winzige Wurmlarven (Mikrofilarien) auf. In der Mücke entwickeln sich diese zu infektiösen Larven, die beim nächsten Stich auf einen anderen Hund übertragen werden. Es dauert mehrere Monate, bis sich diese Larven im Hund zu erwachsenen Würmern entwickelt haben.

Wann zum Tierarzt?

Ein Tierarztbesuch ist unerlässlich, wenn Sie mit Ihrem Hund in ein Risikogebiet (Süd- und Osteuropa, USA) reisen oder aus einem solchen Gebiet einen Hund übernommen haben. Lassen Sie sich zur Prophylaxe beraten. Zeigt Ihr Hund nach einer Reise oder bei Herkunft aus einem Risikogebiet Symptome wie Husten oder Leistungsschwäche, ist eine sofortige Abklärung mittels Bluttest notwendig.

Behandlung

Die Behandlung einer bestehenden Herzwurmerkrankung ist kompliziert, langwierig und risikoreich. Sie zielt darauf ab, die erwachsenen Würmer und die Larvenstadien abzutöten. Dies geschieht mit speziellen Medikamenten unter strenger tierärztlicher Aufsicht. Während der Behandlung müssen die absterbenden Würmer vom Körper abgebaut werden, was zu gefährlichen Komplikationen (Thrombosen, Embolien) führen kann. Absolute Ruhe und oft ein stationärer Aufenthalt sind erforderlich.

Vorsorge

Die Vorbeugung ist einfach und sicher, während die Behandlung gefährlich ist. Bei Reisen in oder Herkunft aus Risikogebieten ist eine konsequente, monatliche Prophylaxe mit vom Tierarzt verordneten Medikamenten unerlässlich. Diese töten die Larvenstadien ab. Zusätzlich sollten mückenabweisende Mittel (Repellentien) verwendet werden, um die Anzahl der Stiche zu reduzieren.

Häufige Fragen

Kommt die Herzwurmerkrankung auch in Deutschland vor?

Bisher gilt Deutschland nicht als Endemiegebiet, das heißt, der komplette Entwicklungszyklus des Wurms findet hier aufgrund der Temperaturen nur in Ausnahmefällen statt. Allerdings steigt das Risiko durch den Klimawandel und die zunehmende Zahl an Hunden, die aus südlichen Ländern importiert werden. Einzelne Übertragungsfälle wurden bereits dokumentiert.

Wie kann ich meinen Hund auf Reisen schützen?

Wenn Sie in ein Risikogebiet reisen, ist eine lückenlose Prophylaxe überlebenswichtig. Diese besteht aus Medikamenten (meist monatliche Tabletten oder Spot-ons), die die übertragenen Larven abtöten, bevor sie sich zu erwachsenen Würmern entwickeln können. Beginnen Sie die Prophylaxe rechtzeitig vor der Reise und führen Sie sie nach Anweisung des Tierarztes auch nach der Rückkehr noch fort. Zusätzlich schützt ein Mückenschutz (Repellentien).

Mein Hund aus dem Tierschutz kommt aus Spanien. Worauf muss ich achten?

Hunde aus südlichen Ländern haben ein hohes Risiko, mit Herzwürmern infiziert zu sein. Seriöse Tierschutzorganisationen testen die Hunde vor der Ausreise. Unabhängig davon sollte Ihr Tierarzt in Deutschland den Test wiederholen und Sie über eventuell notwendige Behandlungen oder die Fortführung der Prophylaxe beraten. Auch auf andere 'Reisekrankheiten' sollte getestet werden.

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Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden Ihres Hundes wenden Sie sich bitte an eine Tierarztpraxis. Zuletzt fachlich geprüft: 28. August 2026.